Klangfarbe für ihre Räume
Ausgelöst durch die intensiven physikalischen Forschungen von Wallace C. Sabine Ende des 19. sowie Herman L. F. Helmholz zu Beginn des 20. Jahrhunderts, schaffte man mit Unterstützung der modernen Computer- und Meßtechnik in den letzten Jahrzehnten eine hochqualitative Basis in den Bereichen Schall und Akustik, in Verbindung mit dem Thema Musik.
Die nach wie vor gebräuchlichste Methode zur Berechnung der Nachhallzeit in Musikprobe- und Vortragsräumen ist die “Sabinsche Nachhalltheorie”.
Der Raumakustiker bestimmt danach die “Hörsamkeit”, und damit die Eignung von Räumen beliebiger Größe für Gesang, Musik und Vortrag.
Die wichtigsten Faktoren für die Nachhallzeitberechnung gemessen in Sekunden (s) sind einerseits das Raumvolumen und andererseits die Absorbtionsflächen sowie Aufbau der eingesetzten Akustikmaterialien.
Die gegenwärtig gültige Ö-NORM besagt für Musikproberäume eine Nachhallzeit von etwa 0,6 - 0,7 sek. bei einer Raumgröße ab etwa 400 m³.

Darunter liegende Werte ergeben ein sehr "trockenes" Schallverhalten, was wiederum das Klangverhalten und das Zusammenspiel der Musiker beeinträchtigt.
Über Meß- und Berechnungsverfahren hinaus sorgt vorallem ein musikalisches Fingerspitzengefühl für eine ausgewogene Schallverteilung und regelmäßigen Wirkungsgrad der akustischen Elemente im Raum.
Von Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die Begriffe Diffusität, darunter versteht man die gleichmäßige Richtung und Lautstärke des eintreffenden Schalles beim Hörer,
sowie die Deutlichkeit der nach 0,05 sek. eintreffenden Schallenergie.
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